Konzeption zum Waldkindergarten

1. Waldkindergarten

 

1.1 Warum Waldkindergarten?

  • Die Kinder lernen von klein auf ihre Umgebung genau kennen. Sie erleben jeden Tag die Natur mit   allen Sinnen. Sie spüren das Holz, das Moos, die Erde, das Gras und die Blätter. Sie hören besondere Geräusche wie das Vogelpfeifen, den Wind in den Ästen und das Fallen der Blätter. Sie entdecken die kleinsten Lebewesen, Spinnen, Käfer, Ameisen oder Regenwürmer. Die Kinder sehen Bäume wachsen und entdecken Pflanzen und Tiere zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten.
  • Kinder sammeln und basteln gerne. Sie suchen sich Zapfen, Stöcke und Blätter und bauen, verbinden und zerkleinern sie. Dabei entdecken sie immer wieder neue Dinge. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dadurch realisieren die Kinder ihre kreativen Ideen und machen sie zu etwas Greifbarem und Lebendigem. Im Spiel sind die Kinder dabei aufgefordert miteinander zu sprechen und sich gegenseitig zu helfen.
  • Im Wald und auf der Wiese sind die Kinder ständig in Bewegung. Das Immunsystem wird an der frischen Luft gestärkt. Sie haben ausreichend Platz für Lauf-, Fang-, Versteck- und Rollenspiele.
  • Die Umgebung bietet ausreichend Bewegungsmöglichkeiten. Die Kinder werden durch das Bewegen in unwegsamen Gelände sicherer im Umgang mit sich selbst und ihrer Umwelt. Dabei wird die Kraft und Ausdauer trainiert und jeder kann sich seinem Können entsprechend ausleben und das eigene Körpergefühl steigern.
  • Der Wald ist besonders für Kinder ein Ort der Ruhe, da er Entspannung von der hektischen, reizüberfluteten und medienorientierten Umwelt bietet. Viele Kinder empfinden den Regelkindergarten als Stressfaktor. Die Lautstärke mit 25 Kindern und 2 Erwachsenen in einem Raum ist nicht zu unterschätzen.
  • Die Selbständigkeit wird intensiv geschult. Jedes Kind achtet auf seine Kleidung Brotzeit und auf seinen Rucksack. Bei wechselnden Temperaturen wird das An- und  Ausziehen regelmäßig geübt.

1.2 Das Bild vom Kind

 

Ein Kind ist von Geburt an wissbegierig und neugierig. Es will sein Umfeld genau erkunden und erforschen. Im Waldkindergarten hat es täglich sowohl die  Möglichkeit als auch die Zeit dazu Tiere und Pflanzen kennenzulernen und zu beobachten. Die meisten davon kann es mit allen Sinnen erleben. Der Grashüpfer kitzelt und springt aus der Hand, der Sauerampfer schmeckt sauer, der Löwenzahn riecht süß, das Moos ist weich und die Tannennadeln piksen.

Der Wald bietet unerschöpfliche Möglichkeiten die Grundbedürfnisse eines Kindes zu befriedigen und seine Basiskompetenzen auszubauen. Als Basiskompetenzen werden grundlegende Fertigkeiten zur Bildung der Persönlichkeit bezeichnet.

  • Das Kind strebt nach sozialer Eingebundenheit, es möchte sich anderen zugehörig fühlen, geliebt und respektiert werden.
  • Das Kind strebt nach Autonomieerleben, es erkennt sich als Verursacher seiner Handlung und handelt selbstgesteuert.
  • Das Kind erfährt Kompetenzerleben, es lernt Aufgaben und Probleme aus eigener Kraft zu bewältigen.
  • Kinder werden selbstbewusst und erlangen ein positives Selbstwertgefühl.

In der Gruppe erlernen Kinder soziale Kompetenzen, so z.B. die Fähigkeiten Freundschaften aufzubauen, Empathie zu zeigen und miteinander zu sprechen und zu kommunizieren. In Konfliktsituationen lernen sie richtig zu kooperieren und Probleme adäquat zu meistern. Es werden auch Werthaltungen in einer Gruppe erlernt, z.B. richtig oder falsch, Sensibilität für Anderssein und Solidarität. Sie  müssen lernen für das eigene Handeln Verantwortung zu übernehmen und erlernen den Respekt gegenüber anderen Menschen, der Umwelt und der Natur. Somit wird auch die Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe erlernt, so etwa Akzeptanz und das Einhalten von Gesprächsregeln oder das Vertreten und Reflektieren des eigenen Standpunkts.

 

Was bedeutet das für unsere Tätigkeit als Erzieher und Erzieherinnen?

 

 

Wir holen das Kind da ab, wo es in seiner Entwicklung und seiner Kompetenzerfahrung steht. Wir verstehen uns als Begleiter und Unterstützer in den einzelnen Entwicklungsphasen die jedes Kind durchlebt. Gemeinsam mit den Eltern wollen wir dem Kind viele Kompetenzerfahrungen ermöglichen und somit auch die von den Eltern geschaffenen Grundlagen ergänzen und erweitern. Dabei ist uns das gemeinsame Handeln und der Dialog mit den Eltern sehr wichtig um eine optimale Förderung zu erreichen. Auch Entwicklungsdefizite und andere Verhaltensauffälligkeiten gilt es zu erkennen damit sich jedes Kind so gut wie möglich entwickeln kann.

 

 

2. Die „Ameisenbande“ stellt sich vor:

 

2.1 Das Pädagogenteam

 

Die Ameisenbande wird von insgesamt 3  pädagogischen  Fachkräften  betreut. Täglich sind zwei dieser Kräfte für die Betreuung der Gruppe vorgesehen. Nicole Rieder übernimmt die Leitung der Gruppe,  sie  ist  Erzieherin  und  angehende Waldpädagogin. Katrin Hoiß ist Kinderpflegerin, ebenso wie Regina Bauregger. Alle drei haben schon viele  Jahre  in  Regelkindergärten  gearbeitet.  Zwischendurch haben sie die Elternzeit mit ihren Kindern zu Hause verbracht. Das Team ist hoch motiviert und freut sich auf die neue Waldkindergartengruppe in Inzell. Interessierte Praktikantinnen/Praktikanten sind darüber hinaus jederzeit herzlich willkommen!

 

 

 

2.2 Die geplanten Öffnungszeiten

 

Unsere Kindergartengruppe bietet folgende Buchungszeiten an:

 

5 Tage in der Woche

 

Buchungszeit 1: Von 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr entspricht 5,5 Std. (90€)

Buchungszeit 2: Von 08:00 Uhr bis 12:30 Uhr entspricht 4,5 Std. (80€)

 

Bringzeit: 07:30 Uhr bis 08:00 Uhr

Abholzeit: 12:30 Uhr bis 13:00 Uhr

 

2.3 Ferienzeiten (geschlossen)

 

2 Wochen Weihnachten

 

1 Woche   Ostern

 

1 Woche   Pfingsten

 

3 Wochen Sommerferien

 

 

 2.3 Häufig gestellte Fragen

 

 Siehe FAQ's

 

 

2.4 Integration im Waldkindergarten

 

Unsere Gruppe bietet natürlich auch den nicht deutschsprachigen Kindern einen Platz  an.  Für  sie  ist  es  besonders  wichtig,  Kontakte  zu  gleichaltrigen  Kindern  zu knüpfen.  Viele  Tiere  und  Pflanzen  sind  für  sie  bestimmt  neu.  Auch  sie  sollen  mit ihrer  neuen  Umgebung  vertraut  werden  und  diese  besser  kennen  und  lieben lernen. Kinder lernen vor allem sehr schnell von anderen Kindern, egal ob es die Sprache, Fertigkeiten, Verhalten oder Bewegungen sind. Wenn Integration gelingen soll, dann wohl am besten in diesem Alter.

 

 

 

2.5 Inklusion im Waldkindergarten

 

 „Jeder  soll  die  Möglichkeit  zur  freien  Entfaltung  haben!“  Um  allen  Kindern  die gleiche Chance zu geben sich in die Gesellschaft zu integrieren und Zugang zu bestmöglicher Förderung zu gewähren, bieten wir auch Integrationsplätze an. Die betrifft Kinder mit erhöhtem Förderbedarf (z.B. ADHS, Sprachentwicklungsverzögerungen,  Verhaltensauffälligkeiten,  allgemeinen Entwicklungsverzögerungen,…)  nehmen  wir  gerne  in  unsere  Gruppe  auf.  Nicole Rieder  hat  eine  fast  10-jährige  Berufserfahrung  im  Bereich  der behindertengerechten  Pädagogik.  Zudem  hat  sie  von  2011  bis  2013  in  einer Integrationsgruppe (KiGa) gearbeitet. Zusätzlich dazu bieten wir nach Anmeldung die Zusammenarbeit mit der Heilpädagogischen Praxis Pusteblume an, die einmal wöchentlich  in  die  Einrichtung  kommt.  Die  gemeinsam  erstellten  Förderpläne richten sich individuell nach dem Kind. Eltern werden halbjährlich zusammen mit der Erzieherin über den Entwicklungsstand ihres Kindes informiert und beraten. 

 

 

2.6 Die Rolle der Eltern im Waldkindergarten

 

 Die  Elternarbeit  nimmt  einen  besonderen  Stellenwert  unserer  pädagogischen Arbeit ein. Um einen Einblick in unser Tun und Handeln zu bekommen, können sie jederzeit Hospitieren und eigene Erfahrungen sammeln. Fast alle Kinder genießen es, wenn sie Mama oder Papa mal zeigen können, wie so ein Kindergartenalltag abläuft.  Und  es  ist  interessant  zu  beobachten  und  mitzuerleben,  wie  sich  das eigene Kind in der Gruppe verhält, welche Rolle es in der Gruppe einnimmt oder was es gerne spielt. Jährlich finden 1-2 Elterngespräche statt, um Fragen zu klären, Informationen zu erhalten und den Entwicklungsstand ihres Kindes zu erfahren. Wir verwenden  hierzu  wie  alle  Regelkindergärten  die  gängigen  Seldak-  und Perikbögen.  Elternabende  finden  2-3x  im  Jahr  zu  verschiedenen  Themen  statt. Befragungen finden 1x zum Jahresende statt, um Wünsche und Anregungen oder Verbesserungsvorschläge entgegen zu nehmen.  Bei Eintritt in den Kindergarten müssen die Eltern darauf hingewiesen werden, das U-Heft ihres Kindes vorzulegen. Dies beruht auf freiwilliger Basis. Wir weisen darauf hin, das die Vorsorgeuntersuchungen ab sofort in Bayern Pflicht sind. Hierbei geht es  um  das  Kindeswohl  und  um  Auffälligkeiten  frühestmöglich  zu  erkennen  (z.B. Augenprobleme, Höhrprobleme, Fehlhaltungen, Entwicklungsverzögerungen, Über- oder Untergewicht,….).

 

Der  Waldkindergarten  braucht  fleißige  und  zuverlässige  Eltern,  die  die  sonstigen anfallenden Arbeiten übernehmen, und er ist auf deren Mitarbeit angewiesen. Hier sind beispielhaft anfallende Tätigkeiten aufgelistet:

Der  Wasserdienst  wechselt  wöchentlich  und  bringt  täglich  einen Kanister  Leitungswasser  zum  Händewaschen  für  die  Kinder  (vor  der Brotzeit, nach jedem Toilettengang). 

Der  Putzdienst  wechselt  wöchentlich  und  putzt  die  Unterkunft  am Wochenende oder am Freitagnachmittag. 

Bei Fortbildungen oder Krankheit einer Betreuerin, springt ein Elternteil ein und unterstützt die übrige Fachkraft. 

Der Mähdienst (je nach Können) sorgt mit der Sense dafür, dass das Gras ringsherum kurz bleibt und sich die Kinder gut bewegen können.

Nach  Absprache  können  mehrere  Eltern  zusammenhelfen  und  an einem Nachmittag oder Wochenende das Wiesenstück abmähen. Die Kinder wenden dann das Heu, rächen und bündeln es. 

Der Wind- und Wetterdienst, kann auch eine Person das ganze Jahr machen,  kümmert  sich  um  das  Abgehen  des  Waldstücks  nach Unwettern oder starken Stürmen. Zusätzlich informiert er die Leiterin,wenn  für  den  Vormittag  heftige  Stürme  angesagt  sind.  Die  Gruppe wird  sich  dann  in  einem  geschlossenen  Raum  der  Gemeinde  oder Pfarrei treffen. 

 

 

3. Wichtige Basiskompetenzen

 

3.1 Natur in allen Bereichen erleben und verstehen

 

Was der Mensch kennt, lernt er zu schätzen und zu schützen. Die Kinder sollen bei uns möglichst mit allen Sinnen die Natur erfahren und kennen lernen.  Beobachten und Experimentieren (feuchte Erde ist weich, harte Erde ist trocken…) Erlernen  verschiedener  Lösungsstrategien  (z.B.  ein  unbekanntes Tier wird gefunden. Das Kind soll lernen, wo es eine Antwort erhalten kann. Vielleicht ein Tierbestimmungsbuch zur Hilfe nehmen, oder die anderen Kinder / Erzieherinnen fragen…) Ursachen- und Wirkungszusammenhang (Wird etwa ein morscher Ast gegen einen Baum geschlagen, zerbricht dieser. Das Kind lernt sich als Verursacher kennen.) Naturbeobachtungen  (Warum  fallen  im  Herbst  die  Blätter  von  den Bäumen?  Warum  friere  ich  weniger  wenn  ich  mich  im  Schnee eingrabe? Durch unsere Erklärungen und gemeinsamen Erarbeitungen werden die „Phänomene“ aufgedeckt.) Vorbildfunktion (Die Kinder übernehmen den richtigen Umgang mit der Natur  und  Umwelt,  das  z.B.  kein  Tier  getötet  wird,  sondern  ein Regenwurm  von  der  Straße  in  die  Wiese  getragen  wird,  oder  keine Insekten  zerdrückt  werden,  oder  wie  kann  ich  einem  Schmetterling helfen, der sich am Flügel verletzt hat?)

 

 

3.2 Kinder brauchen Bewegung und Spiel

 

Die  Bewegung  und  das  Spielen  ist  für  alle  Kinder  ein  unverzichtbares Grundbedürfnis in ihrer Entwicklung.  Grobmotorische  Fertigkeiten  (Hüpfen,  Balancieren,  sich  mit  beiden Armen an einem Seil hochziehen, ergab und bergauf gehen, Rennen, geschickt  durch  Bäume  Slalom  gehen,  auf  Unebenheiten  sich fortbewegen,  auf  der  Wiese  rollen  und  Purzelbäume  schlagen, Klettern,usw.) Feinmotorische  Fertigkeiten  (kleinste  Materialien  aufsammeln,  Stöcke zusammenbinden, Moos vorsichtig vom Boden abnehmen, kleine Tiere in die Hand nehmen, mit Erde hantieren, Umgang mit Pinzette, Schere und Stift,…) Der Wald ist ein „Reich der Möglichkeiten“ (Die Kinder können ihr Spiel mit  ihrer  Phantasie  selbstbestimmt  und  selbstmotiviert  gestalten.  Sie können  sich  ganz  den  Elementen  der  Natur  hingeben  und  im  Spiel gedanklich  versinken.  Spielen  hilft  dabei,  den  Druck  des  Alltags loszuwerden.  Erlebnisse  werden  im  Spiel  verarbeitet  und aufgearbeitet.  Das  Spielen  fördert  die  „Selbstbildung“  durch Experimente und kreativer Gestaltung.) Gefühlen Ausdruck  verleihen  (z.B.  wenn  ein  Kind  sich  über  etwas sehr ärgert, wird es erst mal seinen Gefühlen freien Lauf lassen und vielleicht  ein  Holzstück  nehmen  und  zerbrechen  oder  auf  der  Erde stampfen; oder erst mal ausgiebig klettern und rutschen, damit es Wut und Kraft auslassen kann…)  Ein Gefühl von Freiheit empfinden (keine Wände, unsichtbare Grenzen, viel Mitspracherecht, Raum zum Entfalten und Bewegen, frei lebende und  harmlose  Tiere  (Insekten,  Vögel…)  antreffen  und  sich  daran erfreuen, sie gesehen oder gestreichelt zu haben…).

 

 

 3.3 Auf kreative Weise die Natur erleben

 

Durch  verschiedene  Naturerfahrungen  die  Vielfalt  der  Natur  kennen lernen (z.B. Matschen, Sieben, Naturmaterial sammeln etc.) Das  was  die  Natur  bereithält,  ist  nicht  von  vornherein  auf  eine bestimmte  Funktion  festgelegt.  Bäume,  Äste,  Pflanzen,  Erdlöcher, Büsche können im Spiel abwechslungsreiche Bedeutungen erlangen und fordern so zum selbständigen und phantasievollen Spiel auf.  Naturmaterial  fördert  die  eigene  Kreativität  und  Phantasie  (kein vorgefertigtes Material). Ungefertigtes  fordert  zum  Weiterentwickeln  auf,  es  verleiht  die Möglichkeit, kreativ umgestaltet zu werden.  Die natürliche Neugier des Kindes wird befriedigt (durch Beobachten und Experimentieren).  Musizieren  und  Singen  in  und  mit  der  Natur  (z.B.  Lieder  mit Holzstöcken, Astgabelrasseln begleiten etc…)

 

 

 

3.4 Natur ist Balsam für die Seele

 

Der Wald ist ein Ort der Stille und der Ruhe. Verschiedene Geräusche werden wahrgenommen und differenziert.  Kinder  können  sich  aus  dem  Weg  gehen  und  sich  Ruheplätze schaffen.  Das  Fehlen  von  vorgefertigtem  Spielmaterial  regt  die  Kinder  stärker zum gemeinsamen Miteinander an. Dadurch müssen die Kinder mehr miteinander  agieren  um  sich  z.B.  ein  Lager  zu  bauen. Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt spielt dabei eine große Rolle.  Die Natur verlangt von den Kindern viel Flexibilität z.B. ein Ast vom Lager bricht ab - die Kinder knoten ihn mit einem Seil zusammen.  Der  Wald  ist  nicht  perfekt.  Die  Kinder  müssen  sich  nach  ihm  richten und somit wird die Frustrationstoleranz gestärkt. 

 

 

3.5 Frische Luft ist gesund

 

„Es  gibt  kein  schlechtes  Wetter,  sondern  nur  schlechte  Kleidung.“  Mit warmer,  wasserfester  Ausrüstung  sind  wir  bei  allen  Wetterlagen  im  Freien (Ausgenommen  bei  gefährlichen  Wettersituationen  wie  Sturm, angekündigter  Hagel  oder  Gewitter).  Die  Bewegung  an  der  frischen  Luft stärkt  das  Immunsystem  und  die  Kondition.  Über  Baumwurzeln  springen und auf Bäume klettern wird von den Kindern mit der Zeit erlernt und stellt keine Schwierigkeit mehr dar.   

 Um uns fit zu halten, achten wir auf eine ausgewogene Ernährung. Um dies im  Kindergarten  zu  unterstützen,  legen  wir  besonders  viel  Wert  auf vitaminreiche  Kost.  Süßigkeiten  und  Softdrinks  sollen  die  Kinder  nicht mitnehmen.  Trinkflaschen  und  Tupperdosen  oder  Papiertüten  sind umweltfreundlich und schonen den Geldbeutel. Zusätzlich gibt es Kochtage an denen wir die Herkunft unserer Nahrung und deren Zubereitung kennen lernen. 

 Sauberkeit  ist  auch  im  Waldkindergarten  von  großer  Bedeutung  und  wird täglich  umgesetzt.  Zur  Brotzeit  werden  die  Hände  mit  Seife  gewaschen, ebenso  nach  jedem  Toilettengang.  An  markierten  Stellen,  unseren  so genannten Klobäumen, werden das große Geschäft eingegraben. 

 

    

4. Feste im Kindergarten

 

Die  wichtigsten  religiösen  Feste  im  Jahreskreis  wie  Weihnachten,  Ostern, Erntedank,..  werden  gemeinsam  mit  den  Kindern  vorbereitet  und  gefeiert.  Wir erzählen auf kindgerechte Weise den Inhalt der verschiedenen Feste und vertiefen diese z.B. durch nachspielen oder mit Legebildern. Jeder Geburtstag eines Kindes wird  natürlich  groß  gefeiert.  Das  Geburtstagskind  bringt  je  nach  Belieben  etwas zum Essen mit (z.B. Kuchen, Butterbrezen, Obstspieße,..). Alle  Beschäftigungen  werden  mit  den  Kindern  gemeinsam  erarbeitet,  d.h.  sie erfahren auf welchem Weg sie bestimmte Informationen bekommen. Dies bedeutet für die Zukunft, dass:

 

Kinder in der Lage sind, Lösungsvorschläge selbst entwickeln, 

 

Lernen Spaß macht, 

 

aktives Handeln das Merk- und Denkvermögen steigert und

 

die Neugierde geweckt und die Lernbereitschaft gefördert wird. 

 

 

 

5. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen (Kindergarten, Schule, usw.)

 

Wir  stehen  im  regelmäßigen  Austausch  mit  dem  Waldkindergarten  Eisenärzt.  Im Laufe  der  Zeit  werden  bestimmt  noch  mehrere  Waldkindergärten  dazu  kommen, um unterschiedlichste Themenbereiche und Ideensammlungen auszutauschen.  Eine  enge  Zusammenarbeit  ist  mit  dem  kirchlichen  Kindergarten  St.  Michael  in Inzell geplant. Wir werden uns über Kinder austauschen, die entweder vom KiGa in die  Waldkindergartengruppe  kommen  oder  umgekehrt.  Des  weiteren  finden Vereinbarungen  statt,  um  keine  gegenseitige  Konkurrenz  aufkommen  zu  lassen. Auf  das  Jahr  verteilt,  bieten  wir  den  einzelnen  Kindergartengruppen  mit  ihren Erzieherinnen  das  Hospitieren  im  Waldkindergarten  an.  Eine  weitere  wichtige Zusammenarbeit  ist  mit  der  Schule  geplant,  dass  Vorschulkinder  genauso  die Möglichkeit  haben  beim  Schulwegtraining,  Klassenzimmer  besichtigen  und sonstigem dabei zu sein. Falls nötig werden auch Gespräche mit der Schulleitung oder zuständigen 1. Klassen Lehrkraft statt finden. Als besondere Einrichtung zählt auch die Pusteblume, mit der wir eng und intensiv zusammenarbeiten werden, falls der Bedarf in der Gruppe da ist. 

 

 

 

 

Quellen:

 

 

• Bayerisches Kinderbildungs- und - betreuungsgesetz (4.Auflage)

 

• Konzeption des Waldkindergartens Eisenärzt

 

• Wikipedia Waldkindergärten

 

• www.hergatz.de

 

• Päd. Waldkindergarten Petershausen e.V. 

 

• Heilpädagogische Praxis Pusteblume

 

• „Bewegte Spiele“ Für die Gruppe, Ökotopia Verlag